Der Traum vom Besonderen
In einmaliger Lage, unweit von Kiel und Ostsee, lädt in der Parklandschaft an der Blomenburg ein reizvolles Projekt zu individuellem Wohnen in wertiger Architektur ein.
Die bezaubernde Blomenburg in Schleswig-Holstein lädt Familien und Singles, Junge und Junggebliebene, Eigentümer und Mieter ein, auf schönen Bauplätzen am Landschaftspark einen Wohn-Ort der Lebensart entstehen zu lassen. Gebaut werden soll mit besten Architekten. Wir haben drei Büros nach ersten Entwürfen befragt.
Das Team des Hamburger Architektenbüros MITTO ging bei seinen Konzeptüberlegungen davon aus, dass das Gebiet rund um die Blomenburg „in anmutigster Landschaft zweifellos idyllisch gelegen“ und bereits Bauland ist. Prof. Wolff Mitto: „Daher wünschen wir diesem Flecken Holsteiner Heimat, dass mit ihm respektvoll umgegangen wird, bewahrend, unaufdringlich, ästhetisch sensibel, auf der Höhe des Wissens und der erforderlichen Verantwortung in unserer Zeit.“
Auf das Gesamtgrundstück für bis zu 200 Einzel-Bauvorhaben und den Schönheitsanspruch der Initiatoren Bezug nehmend, haben wir Professor Mitto gefragt, welche architektonischen und ästhetischen Elemente ungünstig wären. „In dieser Landschaft verbietet sich alles, was selbstbezogen, laut und eitel daherkommt – und sei es auch mit ökologischen Attributen geschmückt.“ Zur Verdeutlichung fügt er mit Nachdruck hinzu: „Und schon gar nicht, was üblicherweise entsteht, denn: Schaut man sich Einfamilien- und Doppelhäuser an, so liegt deren Objektästhetik und Anordnung im Ensemble meist auf dem Niveau von Musterhausansammlungen in der Nähe von Autobahnabfahrten.“
Zum Ehrgeiz der Blomenburg-Investoren, auf den Grundstücken rund um das Schloss Individualisten mit Gemeinsinn gleichsam wahlverwandtschaftlich zusammenzubringen, und der Frage, welche Möglichkeiten Architektur allgemein und Entwürfe seines Büros im Besonderen haben könnten, dieses Ziel zu unterstützen, erklärt Prof. Mitto: „Dem Individuum den ungestörten Rückzugs- und Schaffensraum zugestehen, den Gemeinsinn fördern und erlebbar machen durch Offenheit, Orientierung zueinander an Orten der Begegnung, des Austausches und kreative Anregung in guter Nachbarschaft.“
„Und“, fragen wir weiter, „weclhe unerlässlichen Voraussetzungen hat eine Architektur des Glücks im privaten Hausbau heute beizubringen?“ Der Professor: „Jenseits von Krieg, Not, Krankheit und seelischem Schmerz ist das Empfinden von Glück beim Menschen erstaunlich ähnlich, aber immer sehr individuell. Der Architektur fällt dabei eher eine unterstützende Rolle zu: Sie schränkt ein und erhebt, zeigt Bescheidenheit und macht stolz, sie behütet und ist Bühne, wärmt und kühlt, grenzt ab und verbindet, beruhigt und regt an.“
Der Chef des Hamburger Architektenbüros ist erkennbar von Respekt vor der Schöpfung geleitet, wenn er sich zum Mustergültigen seiner Entwürfe in punkto Umweltverträglichkeit für das Vorhaben Blomenburg äußern soll. Er nennt einen von Architekten nicht allzu oft genannten Aspekt: „Sofern man es sich überhaupt herausnehmen darf, in einem Land mit schrumpfender Bevölkerung beim Neubau von Einfamilien- oder Doppelhäusern in bisher unverbauter Landschaft von Umweltverträglichkeit zu reden: Unsere Entwürfe sind immer auch Experimente in minimalem Flächenverbrauch bei maximal gefühlter Großzügigkeit. Sorgfältige Materialwahl und ressourcenschonende Funktionalität sind für uns selbstverständlich.“ Wolff Mitto fügt an, dass „gelungene Architektur auch Katalysator in ,der Chemie’ sozialer Prozesse“ in einem Wohnvorhaben, wie für Blomenburg, ins Auge gefasst sein kann. Eingeladen, einem Kind Schönheit und Vorzug seines Entwurfs zu beschreiben, sagt er: „Zweckmäßiger als das Nest eines Vogels und geborgener als die Höhle einer Maus. Hier darfst du alles – hierher willst du immer zurück – hierauf bist du stolz: dein Lieblingskleid!“
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